Kölner Verkehrsbetriebe setzt auf solare Prozesswärme

Kölner Verkehrsbetriebe

SOLARTHERMIE HILFT UMWELTZIELE ZU ERREICHEN

  • Standort: Köln am Rhein
  • Solarwärme für die Lacktrocknung
  • Kollektorfläche: 237 m²
  • Inbetriebnahme: Februar 2014

In ihren Umwelt­leitlinien 2013 haben sich die Kölner Verkehrs-Betriebe nicht nur allgemein zum Umweltschutz als Unternehmens­aufgabe bekannt, sondern man hat sich für die Jahre 2013-15 auch gleich ganz konkrete Ziele gesetzt. Eines dieser Ziele, die Ausstattung der neuen Lackier­halle in der Haupt­werkstatt in Köln-Weidenpesch mit einer solarthermischen Anlage für solare Prozess­wärme, wurde schon Anfang 2014 realisiert.

In der neuen Lackier­halle bekommen Busse und Bahnen der KVB ein neues Outfit. Das Solar­system von Ritter XL Solar dient dazu, über Luft­erhitzer die Lack­trocknung sowohl ökologisch als auch wirt­schaftlich zu bewerk­stelligen.

48 Kollektoren vom zurzeit leistungs­stärksten Typ XL 50 P mit zusammen 237 m² Brutto­kollektor­fläche liefern Solar­wärme mit einer Soll­temperatur von 70 °C an ein Speicher­system aus 3 je 8400 Liter großen Puffer­speichern. Eine Besonderheit dieser Kollektoren ist es, dass sie für den Einsatz bei Lackier­anlagen wie bei der KVB in einer silikon­freien Aus­führung lieferbar sind.

Obwohl die Kölner Region nicht gerade zu den am meisten Sonnen ver­wöhnten Regionen Deutschlands zählt und obwohl nur eine West-Südwest-Ausrichtung realisiert werden konnte, können die KVB mit einem Jahres­ertrag von mindestens 80 MWh durch die solare Groß­anlage für Prozess­wärme rechnen. Das entspricht einem unter diesen Umständen sehr guten spezi­fischen Ertrag der thermischen Solar­anlage von mindestens 355 kWh/m²a.