
Deutschlands größte Solarthermieanlage
Leipzig
Rund um die Solarthermieanlage in Leipzig
Im Leipziger Westen ist Deutschlands größte Solarthermieanlage entstanden. Gemeinsam mit den Leipziger Stadtwerken hat Ritter XL Solar ein wegweisendes Projekt für die klimafreundliche Wärmeversorgung der Stadt realisiert. Die Anlage speist künftig erneuerbare Wärme direkt in das Leipziger Fernwärmenetz ein und zeigt, welches Potenzial großflächige Solarthermie für urbane Wärmenetze besitzt.
Auf einer Bruttokollektorfläche von rund 65.000 m² erzeugt die Solarthermieanlage Leipzig-West jährlich etwa 26 GWh Wärme. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung und reduziert den Einsatz fossiler Energieträger. Im Sommer kann die Anlage täglich bis zu rund 20 Prozent des Leipziger Wärmebedarfs decken.
Die Anlage ist ein zentraler Baustein im Konzept der Leipziger Stadtwerke zur Transformation der Wärmeversorgung. Sie verbindet eine leistungsstarke regenerative Wärmeerzeugung mit moderner Anlagentechnik, hoher Betriebssicherheit und einer naturnahen Gestaltung der Fläche.

Bild: Stadtwerke Leipzig
Anlage Leipzig Eckdaten:
| Größe des Kollektorfelds: | 65.000 m² |
| Jahreswärmeertrag: | 26 GWh |
| Standort der Anlage: | Leipzig |
| Inbetriebnahme: | Juni 2026 |
Das wichtigste auf einen Blick
Bruttokollektorfläche
Ertrag
CO2-Einsparung
Technische Fakten zur Solarthermieanlage in Leipzig
Die Solarthermieanlage Leipzig-West wurde für die direkte Einspeisung in das Fernwärmenetz der Leipziger Stadtwerke ausgelegt. Die im Kollektorfeld erzeugte Wärme wird über die nahegelegene Fernwärmeinfrastruktur in das städtische Netz eingebunden und kann so unmittelbar zur Versorgung von Haushalten, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen beitragen.
Technisch setzt die Anlage auf leistungsstarke CPC-Vakuumröhrenkollektoren und ein intelligentes Steuerungssystem. Ein Algorithmus misst die Sonneneinstrahlung im Kollektorfeld und passt die Fließgeschwindigkeit des Wassers entsprechend an. So wird die Anlage besonders effizient betrieben: Bei geringerer Sonneneinstrahlung fließt das Wasser langsamer durch die Kollektoren, um sich optimal zu erwärmen. Bei hoher Sonneneinstrahlung kann mehr Wärmeleistung in das Netz eingebracht werden.
Das Wasser kann dabei auf Temperaturen von bis zu rund 110 °C erhitzt werden. Damit eignet sich die Anlage ideal für die Einbindung in ein bestehendes Fernwärmenetz und zeigt, dass Solarthermie auch im großstädtischen Maßstab zuverlässig zur Wärmeversorgung beitragen kann.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Anlage ist das sichere Betriebs- und Stagnationskonzept. Bei einem Wärmeüberschuss oder einer zeitweise zu geringen Wärmeabnahme kann die Anlage kontrolliert reagieren. Dafür wurden unter anderem Stagnationsbehälter installiert, die das solarseitige Anlagenvolumen aufnehmen können. So bleibt die Anlage auch bei besonderen Betriebszuständen sicher und zuverlässig.
CO2-Einsparungen und Artenvielfalt dank Leipzigs Solarthermieprojekt
Die Solarthermieanlage Leipzig-West steht nicht nur für klimafreundliche Wärme, sondern auch für eine naturnahe Flächennutzung. Der Großteil des Areals bleibt unversiegelt. Unter und zwischen den Kollektoren entstehen Grünflächen, Blühwiesen, Obstbäume und Mischhecken. Dadurch kann die Fläche weiterhin Lebensraum für Pflanzen, Insekten, Vögel und Kleintiere bieten.
Zur Pflege der Fläche ist eine naturnahe Bewirtschaftung vorgesehen. So soll das Grün unter und zwischen den Kollektoren unter anderem durch eine Schafherde gepflegt werden. Das Projekt zeigt damit, dass erneuerbare Wärmeerzeugung und ökologische Flächengestaltung sinnvoll miteinander verbunden werden können.
Mit der Solarthermieanlage Leipzig-West setzen die Leipziger Stadtwerke und Ritter XL Solar ein starkes Zeichen für die Wärmewende: groß, effizient, zuverlässig und eingebettet in ein zukunftsfähiges Fernwärmekonzept.
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